{"id":696,"date":"2021-12-10T12:35:59","date_gmt":"2021-12-10T12:35:59","guid":{"rendered":"https:\/\/strassegegenleerstand.de\/?page_id=696"},"modified":"2022-01-25T21:58:16","modified_gmt":"2022-01-25T21:58:16","slug":"denkmal-wohnungslose-buhne","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/strassengegenleerstand.de\/?page_id=696","title":{"rendered":"Denkmal Wohnungslose B\u00fchne"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/strassegegenleerstand.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Wohnungslose_Buhne-1024x576.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-697\" srcset=\"https:\/\/strassengegenleerstand.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Wohnungslose_Buhne-1024x576.jpeg 1024w, https:\/\/strassengegenleerstand.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Wohnungslose_Buhne-300x169.jpeg 300w, https:\/\/strassengegenleerstand.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Wohnungslose_Buhne-768x432.jpeg 768w, https:\/\/strassengegenleerstand.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Wohnungslose_Buhne-1536x864.jpeg 1536w, https:\/\/strassengegenleerstand.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Wohnungslose_Buhne-1200x675.jpeg 1200w, https:\/\/strassengegenleerstand.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Wohnungslose_Buhne-1980x1114.jpeg 1980w, https:\/\/strassengegenleerstand.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Wohnungslose_Buhne.jpeg 2048w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-larger-font-size\"><strong>Obdach- und wohnungslose Menschen in Berlin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Obdachlosigkeit ist allgegenw\u00e4rtig in Berlin. \u00dcberall in der Stadt sieht man Zelte und selbstgebaute Lager, sogenannte Platten. Menschen, die Stra\u00dfenzeitungen verkaufen, geh\u00f6ren wie selbstverst\u00e4ndlich zum Stadtbild, Bahnfahren und dem Kneipenbesuch. Gleichzeitig sind obdach- und wohnungslose Menschen unsichtbar. Die meisten gehen achtlos an ihnen vor\u00fcber, blicken nicht mal auf, wenn sie nach Geld gefragt werden. Das ist Ausdruck des gesellschaftlichen und politischen Umgangs: obdach- und wohnungslose Menschen werden systematisch von und aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Eine Stimme, ein Gewicht im Diskurs wird ihnen nicht zugestanden.Wohnungs- und Obdachlosigkeit ist die Schattenseite eines Marktes, der auf Wohnung als Ware basiert und damit von explodierenden Mieten und immer knapper werdendem Wohnraum gepr\u00e4gt ist. Die absurd hohen Wertsteigerungen von Grund und Boden f\u00fchren dazu, dass alternative Wohnprojekte und Platten zunehmend brutal ger\u00e4umt werden und verschwinden. Oft ersatzlos. Zudem werden bis zu 3000 Zwangsr\u00e4umungen in Berlin durchgesetzt \u2013 jedes Jahr. 22 % der Menschen, die aus ihren Wohnungen zwangsger\u00e4umt werden, landen dann auf der Stra\u00dfe.<br><br>Die Menschen auf der Stra\u00dfe bleiben oft ohne Perspektive: Der Weg zu einer Wohnung ist schwer, selbstgeschaffene Orte werden regelm\u00e4\u00dfig und systematisch ger\u00e4umt, und sowohl politisch als auch gesellschaftlich will sich kaum eine*r mit dem Thema befassen. Dabei geht es ihnen nicht nur um irgendeine Bleibe, sondern v.a. um ein selbstbestimmtes Leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-larger-font-size\"><strong>Obdachlosigkeit t\u00f6tet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dabei kann auf der Stra\u00dfe zu leben lebensgef\u00e4hrlich sein. Menschen sind dort in besonderem Ma\u00dfe ungesch\u00fctzt und Gewalt ausgesetzt. Sie haben kaum Zugang zu Gesundheitsversorgung. Auch die K\u00e4lte im Winter kann lebensbedrohlich sein; die wenigen Institutionen, die es gibt reichen bei weitem nicht aus. Zumal diese zumeist nur die Symptome von Obdachlosigkeit bek\u00e4mpfen, wie Suppenk\u00fcchen, Stra\u00dfenzeitungen oder den K\u00e4ltebus.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Senat bekundet, bis 2030 die Obdachlosigkeit abgeschafft zu haben, das WIE bleibt er uns schuldig. Dabei w\u00e4re es so einfach, die Ursachen f\u00fcr Obdach- und Wohnungslosigkeit anzugehen. Der Senat k\u00f6nnte leerstehende H\u00e4user, die reine Spekulationsobjekte sind, beschlagnahmen oder ihre Eigent\u00fcmerinnen enteignen. Aber der Staat nimmt billigend in Kauf, dass die Einen immer reicher werden, w\u00e4hrend die Anderen nicht wissen, wo sie leben sollen. Die Eigent\u00fcmerinnen haben ein Interesse an dem System festzuhalten, denn es dient als Drohszenario f\u00fcr die Mieter*innen ja immer p\u00fcnktlich die Miete zu bezahlen, sonst landen sie auf der Stra\u00dfe. Ihr Leben, ihr \u00dcberleben, ihr Zuhause ist nichts wert gegen\u00fcber den Profitinteressen von Menschen, die gar nicht mehr wissen, wof\u00fcr sie all ihr Geld ausgeben sollen.Dabei ist Wohnraum ein Menschenrecht!<\/p>\n\n\n\n<p>Wohnungs- und Obdachlosigkeit sowie Zwangsr\u00e4umungen sind Teile von struktureller Gewalt, die wir nicht hinnehmen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-larger-font-size\"><strong>Gedenken von unten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das auf dem Leopoldplatz entstandene Denkmal hat die Form einer B\u00fchne. Die Schriftz\u00fcge auf der Holzplatte setzen den Ort in Beziehung zur Besetzung der Habersaathstra\u00dfe 46 im Jahr 2020. Darauf sind die W\u00fcnsche und Sehns\u00fcchte von obdach- und wohnungslosen Menschen verewigt. Die B\u00fchne ist somit eine Intervention: Sie gibt diesen Menschen eine Stimme, verschafft ihrer Perspektive und ihren W\u00fcnschen einen Ausdruck im \u00f6ffentlichen Raum.Die wohnungslose B\u00fchne ist aber auch eine reale M\u00f6glichkeit f\u00fcr jede*n, sich eine B\u00fchne zu nehmen, Geh\u00f6r zu finden. Auch und gerade f\u00fcr die, denen sonst nie zugeh\u00f6rt wird. Die B\u00fchne soll ein Ort der Versammlung und des Austauschs sein. Ein Ort, um die gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse, die ihn n\u00f6tig machen, offensiv anzuprangern. Aber auch ein Ort, an dem Menschen trauern k\u00f6nnen und all jenen gedenken, die den menschenverachtenden Zust\u00e4nden zum Opfer gefallen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterst\u00fctzt die wohnungs- und obdachlosen Menschen in der Aneignung dieses Gedenkortes und k\u00e4mpft mit ihnen zusammen f\u00fcr einen Verbleib des denkmals an diesem Ort!.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterschreibt unsere Petition!<br><br><a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/das-denkmal-wohnungslose-buehne-im-wedding-soll-legalisiert-werden\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/das-denkmal-wohnungslose-buehne-im-wedding-soll-legalisiert-werden<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Unterst\u00fctzende:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.andrejholm.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Andrej Holm, Stadt- und Regionalsoziologe Humboldt-Universit\u00e4t Berlin<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.berliner-obdachlosenhilfe.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Berliner Obdachlosenhilfe<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.mietenwahnsinn.info\/aktuelles\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">B\u00fcndnis gegen Verdr\u00e4ngung und Mietenwahnsinn<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/zwangsraeumungverhindern.nostate.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">B\u00fcndnis Zwangsr\u00e4umung verhindern<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.dwenteignen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutsche Wohnen &amp; Co enteignen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.unverwertbar.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">H\u00e4nde Weg vom Wedding!<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiativehermannplatz.noblogs.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Initiative Hermannplatz<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/verwaltung\/bearbeiten\/www.gangway.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gangway &#8211; Stra\u00dfensozialarbeit in Berlin e.V.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/katalingennburg.de\/wp\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Katalin Gennburg, Mitglied der Berliner Abgeordnetenhaus<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/klik-berlin.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Klik e.V. &#8211; Hilfverein in Berlin<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/strassegegenleerstand.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Leerstand Hab ich Saath<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Martha Anna Kleed\u00f6rfer, Vorsitzende der Parteil die Linke, Berlin Mitte<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/miwa.noblogs.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Mietenwahnsinn Nord<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Not\u00fcbernachtung f\u00fcr Frauen &#8220;Mitten im Kiez&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wem-gehoert-kreuzberg.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wem geh\u00f6rt Kreuzberg<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/oplatz.net\/wo-ist-unser-denkmal-kundgebung-und-performance\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wo ist unser Denkmal &#8211; Oplatz<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Unterzeichner*innen werden wir in den n\u00e4chsten Tagen auf unserer Homepage erg\u00e4nzen.<\/p>\n\n\n\n<h2>Presse \u00fcber die B\u00fchne:<\/h2>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1159516.obdachlosigkeit-raus-aus-der-unsichtbarkeit.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>nd-aktuell<\/em> \/ Moritz Aschemeyer \/ 12.12.21<br><strong>Raus aus der Unsichtbarkeit<\/strong><br>Denkmal in Wedding r\u00fcckt N\u00f6te obdachloser Menschen ins Licht der \u00d6ffentlichkeit<\/a><br><br><a href=\"https:\/\/taz.de\/Gedenkort-von-unten-in-Berlin\/!5821719\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">taz \/ Peter Nowak \/ 10.12.21<br>\u201eGedenkort von unten\u201c in Berlin<br><strong>Eine B\u00fchne f\u00fcr Wohnungslose<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obdach- und wohnungslose Menschen in Berlin Obdachlosigkeit ist allgegenw\u00e4rtig in Berlin. \u00dcberall in der Stadt sieht man Zelte und selbstgebaute Lager, sogenannte Platten. 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